Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Benutzerspezifische Werkzeuge

Ausgrabung in Haithabu unter der Leitung des ZBSA

Ausgrabung in Haithabu unter der Leitung des ZBSA

Der finnische Archäologe Helmer Salmo am Nivelliergerät.

Excavations in Hedeby –
Golden necklace of Grave 318 completed after almost 80 years

Since April this year excavations in the inhumation burial ground of Hedeby are taking place in a cooperation between Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Archäologisches Landesmuseum and Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein under direction of excavation leader Dr. Sven Kalmring (ZBSA).

Point of origin of the excavation was an unfinished excavation in late August 1939, which was aborted due to the start of WW2 on the 1st of September 1939. While further burials were recognised only two were examined fully: One male burial (grave 319) with an Anglo-Saxon sword and a female interment with one golden pendant of which the gemstone was missing.

golden necklace

So far the latter burial was judged remarkable, but not outstanding. Due to the re-excavation now two more golden pendants with semi-precious stones – amethyst and rock crystal – plus four gold beads with filigree can be allotted to this grave turning it into one of the richest female interments in Hedeby as such.

The excavations will continue until the end of September this year and are open to the public. Until then a larger section of the inhumation burial ground will be surveyed. A facebook-page “Ausgrabung Haithabu 2017” informs about the proceedings of the campaign.

Artikel Kieler Nachrichten

Artikel SHZ

Artikel dk4

 

Dr. Sven Kalmring leitet die aktuelle Ausgrabung in Haithabu

Die Ausgrabungen auf dem Flachgräberfeld von Haithabu nehmen ihren Ausgangspunkt in der Altgrabung von Helmer Salmo aus dem Jahre 1939. Wegen Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Ausgrabung bereits nach 2 Wochen wieder niedergelegt. Am Tage des Überfalls auf Polen, am 1. September, wurden die verbleibenden Befunde mit Dachpappe abgedeckt und die Untersuchung überstürzt abgebrochen.
Das Flachgräberfeld wurde vor allem in den Jahren 1908 bis 1912 durch Friedrich Knorr auf einer zusammenhängenden Fläche von 400 m2 studiert. Mit seinen 319 Gräbern, seiner dichten Belegung und fehlenden Grabbeigaben kommt einem unseren heutigen Vorstellungen eines christlichen Friedhofs sehr nahe. „Echte“ christliche Gräber verfügen generell über keine Beigabenausstattung und sind ost-westlich orientiert, um am Tage des Jüngsten Gerichtes die Rückkehr des Heilands zu erblicken. In der Übergangsphase, die wir in Haithabu fassen, gibt es Gräber mit heidnischer und christlicher Symbolik.
Mit der anschließenden Erweiterung der Grabungsfläche in Richtung Südwesten wird erwartet, Gräber aus der Spätphase von Haithabu aus dem 10. und 11. Jahrhundert untersuchen zu können. Das zu erwartende Skelettmaterial soll mit modernen anthropologischen Methoden studiert und für aDNA- und Isotopen-Analysen herangezogen werden. Diese Versprechen Erkenntnisse über die Zusammensetzung der späten Bevölkerung in Haithabu, deren Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen, Gesundheitszustand und  Ernährungsweisen zu erhalten.

Die Nachrichten zu den aktuellen Ergbnissen der Grabung finden Sie in dem Facebook-Blog.

 

Ausgrabung in Haithabu 2017

 

Zum Blog

Artikelaktionen