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Runen-Workshop, 3. bis 4. Februar 2011

Dr. Oliver Grimm und Dr. Alexandra Pesch

Die letzten Jahrzehnte haben die Forschungslage für Objekte mit Inschriften im älteren Futhark nachhaltig geändert. Zum einen wurden zahlreiche neue Inschriftträger bei den Ausgrabungen in dänischen Mooropferfundplätzen entdeckt, und zum anderen etablierten sich neue Forschungsstränge, etwa sozialgeschichtliche Überlegungen, in der Archäologie und Nordistik.

Thorsberger Ortband, nach Engelhardt 1863Der 2011 in Schleswig veranstaltete Runenworkshop setzte sich zum Ziel, in sich abgegrenzte geschichtliche Fragestellungen von archäologischer und runologischer Seite anhand von Fallbeispielen zu diskutieren. Drei Themenbereiche wurden identifiziert: 1. Ereignis- und sprachgeschichtliche Erörterungen zur Herkunft von Funden und Inschriften im Falle der Mooropfer; 2. Sozialgeschichtliche Erwägungen mit Blick auf runenbeschriftete Fibeln von Frauen; 3. Religionsgeschichtliche Überlegungen am Beispiel einiger ausgewählter Runensteine. Auf der Grundlage der drei gewählten Fallbeispiele wurden Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit benannt und der Versuch einer Synthesenbildung unternommen.

Die Teilnehmenden, darunter ProfessorInnen wie auch JuniorwissenschaftlerInnen, haben sich zuvor gezielt in die Thematik des Workshops eingearbeitet und Vorabmanuskripte erstellt. Um eine möglichst kommunikative und offene Atmosphäre zu erreichen, wird der Teilnehmerkreis im Wesentlichen auf die Vortragenden begrenzt.

Ein referierter Tagungsband mit wichtigen Beiträgen des Workshops ist erschienen (Download von Auszügen in Englisch unter https://zbsa.academia.edu/AlexandraGPesch):

Oliver Grimm/Alexandra Pesch (Eds.): Archäologie und Runen. Fallstudien zu Inschriften im älteren Futhark. Beiträge zum Workshop am Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) in Schleswig am 3./4. Februar 2011 (Schriften des Archäologischen Landesmuseums, Ergänzungsreihe 11). Neumünster 2015.

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