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Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie

Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
D-24837 Schleswig

Tel. +49/(0)4621 - 813-0
Fax +49/(0)4621 - 813-535
E-Mail: zbsa@schloss-gottorf.de

Anfahrt:

Anfahrtsskizze

 

Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA)

Unsere Geschichte

Das im September 2008 gegründete Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA) ist ein sehr junges Forschungsinstitut. Es ist die einzige außeruniversitäre Einrichtung in der Bundesrepublik Deutschland, die sich schwerpunktmäßig mit der Archäologie im Nord- und Ostseeraum sowie in Skandinavien epochen- und raumübergreifend befasst. Mit seinem großräumigem Forschungsfeld und der Möglichkeit, langfristige, zeit- und kostenintensive Projekte mit neuesten Methoden und im internationalen Kollegium erfolgreich durchzuführen, gelingt es dem ZBSA, eine nationale und internationale institutionelle Lücke zu füllen.


Unser Forschungsauftrag

Unser Forschungsauftrag ist es, die Archäologie des Nord- und Ostseeraums und Skandinaviens, auch mit Blick auf die angrenzenden Regionen, epochenübergreifend, methodisch vielfältig und interdisziplinär zu analysieren und die Erkenntnisse dieses Forschungsprozesses sichtbar werden zu lassen [► Unser Leitbild]. Der von uns fokussierte Untersuchungsraum bietet eine Reihe von Eigenheiten, die im Forschungsgegenstand selbst, aber ebenso in den unterschiedlichen Wissenschaftstraditionen Skandinaviens, der baltischen Staaten und Osteuropas begründet sind.


Unsere Struktur

Vor dem Hintergrund unseres Forschungsraums und seinen speziellen Anforderungen haben wir unsere Forschungsstruktur entwickelt. Diese Struktur trägt zuvorderst einem umfassenden Archäologieanspruch Rechnung, aber wir setzen auch deutliche Gewichtungen. Diese spiegeln sich in den drei Themenbereichen ► Mensch & Artefakt, ► Mensch & Gesellschaft und ► Mensch & Umwelt, denen die einzelnen ► Forschungsprojekte des ZBSA zugeordnet sind. Inhaltlich enger verbundene Projekte werden in Verbünden zusammengebracht, den Clustern. Diese spiegeln somit thematische Forschungsschwerpunkte.
Zurzeit umfasst das Team des ZBSA etwa 25 wissenschaftliche ► Mitarbeiter/innen aus zehn Nationen, hinzu kommen ca. 10 technische und administrative Mitarbeiter.
Unsere Projekte führen wir vorrangig mit ► Partnerinstitutionen in den skandinavischen Ländern, im Baltikum, in Polen und Russland sowie in der Bundesrepublik in enger Kooperation durch. Aber auch außerhalb unseres Kernarbeitsgebietes arbeiten wir mit archäologischen Instituten zusammen. Gewinnbringend stellen wir in den Kooperationen unsere wissenschaftliche Expertise und unsere infrastrukturellen Einrichtungen (Fachbibliothek mit dem Sammelschwerpunkt Archäologie Skandinaviens und des Ostseeraums, ► Abteilung für Geografische Informationssysteme, ► Archäogenetik-Labor, ► Archäozoologische Vergleichssammlung, ► Lithics Analysis Laboratory) zur Verfügung.


Unsere Grundsätze

Das ZBSA arbeitet nach den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft aufgestellten Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Unser Forschungsgegenstand und unsere Selbstauffassung bedingen und erfordern eine internationale Ausrichtung unser Tätigkeiten. Wir fördern die Internationalisierung durch eine hohe Quote ausländischer Wissenschaftler/innen in unserem Kollegium. Grenzen überschreitender Diskurs ist für uns die Basis exzellenter, undogmatischer Forschungspraxis; dies gilt umso mehr, als dass wir eine Brückenrolle zwischen den verschiedenen Forschungstraditionen Skandinaviens, Ost-, Nordost- sowie Mitteleuropas einnehmen.
Unsere internationale Ausrichtung, der hohe Anteil weiblicher Mitarbeiter auch in Führungspositionen und das vergleichsweise junge Durchschnittsalter des Kollegiums zeigen, dass Gleichstellung und Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses sind.
Wir legen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und schaffen wissenschaftliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Karriereverlauf.


Unsere Ziele

Wir wollen exzellente Forschung betreiben, sie schnell und weithin sichtbar zugängig machen und aus den Erkenntnissen neue Themen und -fragen für zukünftige Forschung zu generieren.
Unsere Perspektiven liegen darin, bestehende Kernkompetenzen zu erweitern, unsere internationalen Netzwerke auszubauen, neue, vielversprechende Forschungsfelder zu erschließen und die Interdisziplinarität in der archäologischen Wissenschaft weiter gezielt zu fördern.


Unser Standort

Als Einrichtung der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen arbeiten wir unter einem Dach mit dem Archäologischen Landesmuseum, Schloss Gottorf, das mit einer 180-jährigen Institutsgeschichte eines der ältesten seiner Art in Deutschland ist. Gleichsam stehen wir mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Partneruniversität in enger Verbindung.
Im nationalen Kontext der Bundesrepublik Deutschland kommt dem Bundesland Schleswig-Holstein auf Grund seiner geographischen Lage eine besondere Position zu. Es grenzt im Westen an die Nordsee und damit im weiteren Sinne an den Nordatlantik, im Osten an die Ostsee, durch die jütische Halbinsel verbindet das Land zudem den mitteleuropäischen Kontinent mit Skandinavien.
Die Stadt Schleswig zeichnet sich durch ihre wechselvolle Geschichte zwischen Deutschland und Dänemark aus. Ihre Vorgängersiedlung Haithabu, zur Wikingerzeit eine florierende Hafen- und Handelsstadt an der Schnittstelle zwischen Skandinavien und Mitteleuropa, ist mit ihrem reichen Fundmaterial seit über 100 Jahren Gegenstand der archäologischen Forschung. In jüngeren Zeiten nahm Schloss Gottorf als Residenz der Gottorfer Herzöge und der dänischen Statthalter eine tragende Rolle ein.

In dieser Umgebung mit historischer Tradition aber modernem Forschungsmilieu findet das ZBSA eine ideale Position, die mit der Schlei und den nahen Stränden der beiden Meere auch naturräumlich ein attraktives Lebensumfeld darstellt.

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